Psalm 101 1 Von Dawid, ein Harfenlied. Huld und Gerechtigkeit will ich besingen, will, DU, harfen dir, 2 will auf den Weg des Schlichten bedacht sein: wann kommst du auf mich zu? Ich ergehe mich in der Schlichtheit meines Herzens im Innern meines Hauses, 3 ruchlos Ding stelle ich vor die Augen mir nicht. Der Abschwärmenden Tun hasse ich, es darf sich nicht an mich kleben. 4 Ein verkrümmtes Herz muß von mir weichen, Böses will ich nicht kennen. 5 Wer an seinem Genossen heimlich Zungenwerk übt, ihn schweige ich, den hochfahrender Augen, geschwollenen Herzens, ihn ertrage ich nicht. 6 Mein Augenmerk ist auf den Getreuen des Landes, zu sitzen mir gesellt, wer auf dem Wege des Schlichten geht, der soll mir amten. 7 Nicht darf sitzen im Innern meines Hauses, wer Trügrisches tut; wer Lügen redet, kann vor meinen Augen nicht aufrecht bleiben. 8 Morgendlich mache ich still alle Frevler des Landes, zu tilgen aus SEINER Stadt alle Argwirkenden. Quelle: Die Schrift — Buber-Rosenzweig Übersetzung (1929) https://die-schrift.de